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Fünf Orte, ein Hochplateau
Seefeld, Leutasch, Reith, Scharnitz sowie Mösern und Buchen bilden zusammen die Ferienregion auf dem Plateau. Nur rund 17 Kilometer trennen das Gebiet von Innsbruck, und aus München brauchen Sie mit dem Auto etwa anderthalb Stunden. Auch per Bahn ist die Anreise unkompliziert, denn die Mittenwaldbahn fährt direkt bis Seefeld.
Die Hochebene selbst wird von markanten Bergketten eingerahmt. Wer tagsüber viel unterwegs war und abends Entspannung sucht, findet beides an einem Ort. Für die Regeneration nach einer langen Wanderung oder einem Tag auf der Loipe sorgt beispielsweise ein Wellnesshotel in Seefeld mit einem 3.400 Quadratmeter großen Spa-Bereich, beheiztem Innen- und Außenpool sowie einer weitläufigen Saunalandschaft.
Was den Sommer hier oben ausmacht
Sobald der letzte Schnee geschmolzen ist, verwandelt sich das Plateau in ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Das Bergklima sorgt dabei selbst im Juli und August für angenehme Temperaturen.
Wanderrouten für jedes Niveau
Das Wegenetz ist gut markiert und überraschend vielfältig. Gemütliche Spaziergänge führen zur Hämmermoosalm, anspruchsvollere Touren belohnen mit Ausblicken auf die Nordkette. Ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten, ist die Leutascher Geisterklamm. Über Holzstege geht es direkt oberhalb des tosenden Wildbachs durch eine schmale Schlucht. Familien lieben den Themenweg, erfahrene Bergsteiger nutzen die Klamm als Einstieg in längere Routen. Wer über das Seefelder Plateau hinaus möchte, findet im benachbarten Karwendelgebirge ausgedehnte Wandertouren inmitten unberührter Natur.
Auf zwei Rädern über das Plateau
Die flache Topographie macht das Hochplateau geradezu ideal für entspannte Radtouren. Breite Wege verbinden alle fünf Ortschaften, und E-Bike-Verleihstationen gibt es überall in der Region. So schaffen auch weniger trainierte Radler mehrere Orte an einem Tag. Ambitionierte Mountainbiker kommen auf technisch fordernden Trails mit ordentlich Gefälle auf ihre Kosten.
Winterurlaub abseits der Skipiste
Den internationalen Ruf verdankt Seefeld dem Langlaufsport. Bei den Olympischen Winterspielen 1964 und 1976 fanden hier die nordischen Wettbewerbe statt. Rund 245 Loipenkilometer stehen heute zur Verfügung und verbinden sämtliche Ortschaften miteinander. Anfänger finden sanfte Strecken, konditionsstarke Läufer fordern sich auf alpinen Höhenloipen. Die nordische Geschichte der Region reicht sogar noch weit vor die olympische Ära zurück.
Doch Seefeld hat im Winter noch mehr zu bieten:
- Winterwanderungen auf präparierten Wegen durch verschneite Lärchenwälder
- Schneeschuhtouren abseits der markierten Pfade
- Rodelbahnen für Familien mit Kindern
- 30 Liftanlagen zwischen 1.200 und 2.064 Metern für alle, die doch auf die Piste möchten
So planen Sie Ihren Aufenthalt
Die Anreise ist denkbar einfach. Mit dem Auto erreichen Sie Seefeld über die Inntalautobahn, per Zug bringt Sie die Mittenwaldbahn ohne Umstieg von Innsbruck aus direkt ans Ziel. Wanderer und Radfahrer sind zwischen Juni und Oktober bestens aufgehoben, Langläufer und Winterwanderer planen ihren Besuch am besten von Dezember bis März. Beim Thema Unterkunft reicht das Spektrum von der einfachen Ferienwohnung über familiäre Pensionen bis hin zu Hotels mit großzügigem Wellnessbereich. Für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack lässt sich hier etwas finden.
Ein Reiseziel, das man nicht nur einmal besucht
Was Seefeld von vielen anderen Alpenorten unterscheidet, ist die Kombination aus überschaubarer Größe und erstaunlicher Vielfalt. Das Hochplateau lässt sich nicht an einem einzigen Wochenende vollständig erkunden – und genau das macht seinen Reiz aus. Wer im Sommer die Wanderwege entdeckt hat, kehrt im Winter für die Loipen zurück. Wer die Geisterklamm bei Sonnenschein erlebt hat, möchte sie auch im Herbst sehen, wenn sich das Laub verfärbt und die Klamm in ein ganz anderes Licht taucht.





